Südostasien – Kambodscha – Phnom Penh

Nach der kleinen Backpacking Auszeit auf der Insel Con Dao (mehr dazu könnt ihr hier nachlesen) ging es für mich weiter nach Kambodscha, genauer gesagt nach Phnom Penh. Obwohl ich jetzt schon das zweite Mal durch Asien reise, hat mich die wuselige Hauptstadt etwas schockiert. Es war viel lauter, die Straßen noch voller als ich es kannte und an jeder Ecke „roch“ es nach etwas anderem. Man könnte also sagen mein erster Eindruck war nicht allzu positiv.

Natürlich habe ich mich aber davon nicht unterkriegen lassen und die Stadt erkundet. Wenn man klassische Sehenswürdigkeiten in Phnom Penh sucht, wird man neben dem Königspalast und dem Nationalmuseum allerdings kaum etwas finden. Ein Geheimtipp hier ist jedoch der goldene Palast, der etwas außerhalb liegt, aber auf jeden Fall einen Besuch wert ist.


Dafür gibt es aber auch ein sehr interessantes Museum, dass eine traurige Phase der Geschichte Kambodschas beleuchtet – das Tuol-Sleng-Genocid Museum. Hier besichtigt man ein ehemaliges Gefängnis der Roten Khmer, die in den dortigen Kammern über 18.000 Menschen gefoltert und gequält haben. Ein Besuch in dem Museum ist natürlich sehr bedrückend, stimmt einen traurig und nachdenklich, aber es lässt einen auch besser verstehen, warum Kambodscha so ist wie es jetzt ist.

Auch heute merkt man noch, dass diese Schreckenszeit nicht allzu lange her ist und sich das Land erst neu aufbauen muss. Es gibt sehr viel Armut, die Analphabeten-Quote ist hoch und die Leute sprechen kaum und  wenn dann eher schlecht Englisch. Auf freundliche Gesichter trifft man trotzdem immer oder vielleicht gerade auch deshalb. Ganz besonders haben es mir die Kleinsten der Bevölkerung angetan, ohne Berührungsängste und voller Neugier kommen sie auf einen zu, wenn man zum Beispiel gerade auf ein TukTuk wartet oder eine kleine Pause im Schatten macht. Ich wurde auf Khmer (der Amtssprache in Kambodscha) von Kindern angeredet und obwohl wir gegenseitig kein Wort verstanden, haben wir zusammen gespielt und gelacht.
Und genau das hat für mich Phnom Penh ausgemacht, nicht die Sehenswürdigkeiten oder der Mekong (der überraschenderweise als einer der wenigen Orte in der Stadt nicht riecht) haben mich begeistert, nein es waren die Menschen. Die Menschen die eigentlich kaum etwas haben und dennoch so viel geben, die sich neugierig und ehrgeizig ein neues Kambodscha erschaffen wollen, eines in dem jeder eine Chance hat.

Love, J.

PS: Während meiner Zeit in Kambodscha habe ich hauptsächlich in Restaurants, die einem guten Zweck dienen gegessen. In Phnom Penh kann ich euch das FRIENDS Restaurant empfehlen. Hier werden (ehemalige) Straßenkinder und Obdachlose zu Servicekräften und Köchen ausgebildet. Sie bekommen ein faires Gehalt, eine Ausbildung und lernen Englisch – da schmeckt das ohnehin schon köstliche Essen gleich doppelt so gut!


After the little realxing break on the Island Con Dao (read more About it here) I went to Cambodia, more precisely to Phnom Penh. Although I was traveling through asia for the second time, the bustling capital shocked me a little. It was much louder, the streets were even busier than I knew it, and there was something „smelling“ on every corner. You could say my first impression was not too positive.

Of course, I did not let it get me down and explored the city. If you are looking for classical sights in Phnom Penh, you will hardly find anything besides the Royal Palace and the National Museum. An insider tip here, however, is the golden temple, which is a bit out of the way, but definitely worth a visit.

But there is also a very interesting museum that highlights a sad period in Cambodia’s history – the Tuol-Sleng-Genocid Museum. Here you visit a former prison of the Khmer Rouge, who tortured more than 18,000 people in the chambers. Of course, a visit to the museum is depressing and sad, but it also makes it easier to understand why Cambodia is the way it is now.
Even today, one still notices that this terrible time is not too long ago and the country has to rebuild itself. There is a lot of poverty, the illiteracy rate is high and people hardly speak English. Nevertheless, you will always find friendly faces. Especially the littlest are without fears of contact and full of curiosity they come to you, when you are waiting for a TukTuk or have a little break in the shade. Children at kindergarten age came to me to Play with me. Although we dind´t understand a word of each other we played and laughed so much.

And that’s what from my point of view Phnom Penh stands for apart from the sights or the Mekong (which, surprisingly does not smell) – the People.

Love, J.

PS: During my time in Cambodia I mainly ate at social restaurants that serve a good cause. In Phnom Penh I can recommend you the FRIENDS restaurant. Here (former) street children and homeless people are trained as service staff and cooks. They get a fair salary, training and learn English – that is why the already delicious food tastes twice as good!

3 Gedanken zu “Südostasien – Kambodscha – Phnom Penh

  1. So was ähnliches haben wir dort auch erlebt. Die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft hat uns total beeindruckt. LG AnCo-Adventures

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